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Mittwoch, 14. Juli 2010
www.waldorfschule.info

Schule ohne Rassismus

DE: Waldorfschule Altona in Netzwerk. Mit einem Festakt ist die Rudolf-Steiner-Schule in Altona in das Netzwerk ‹Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage› aufgenommen worden.

Über eine halbe Million Schüler aus bundesweit mehr als 700 Schulen arbeiten in diesem Netzwerk zusammen – dem größten Schulnetzwerk in Deutschland – und kämpfen gemeinsam gegen Rassismus und Intoleranz. Pate der Schülerinitiative ist Filmemacher Fatih Akin (‹Gegen die Wand›, ‹Soul Kitchen›). Er lobt das Engagement der Schüler für eine aufgeklärte, zukunftsfähige Gesellschaft. «Es macht mir Hoffnung, so viele junge Menschen zu sehen, die sich gegen Rassismus engagieren.»

«Als Schule in diesem Netzwerk bekommt man keine Auszeichnung für bereits Geleistetes. Es geht darum, dass sich die Schule aktiv und kontinuierlich gegen jede Art von Ausgrenzung und Diskriminierung einsetzt», erklärt Jule Biefeld, Schülerin der zehnten Klasse, die sich für die ‹Schule ohne Rassismus› eingesetzt hat. Jährlich werde es mindestens ein Schülerprojekt aus den Bereichen Zivilcourage, Demokratie und Toleranz geben. 

Interkulturalität ist ein fester Bestandteil an den Hamburger Waldorfschulen. Seit vielen Jahren werden enge Kontakte zu einem Istanbuler Gymnasium gepflegt, es gibt einen regelmäßigen Schüleraustausch, was laut Fatih Akin keine Selbstverständlichkeit ist. Seit letztem September bauen die Waldorfschulen in Hamburg einen interkulturellen Waldorfkindergarten in einem sozialen Brennpunkt auf. Aus der Kindergarteninitiative soll sich eine interkulturelle Waldorfschule nach Mannheimer Vorbild entwickeln.